Sonntag, 18. Februar 2018

John Lennons letzte Jahre – musikalische Lesung

Unter dem Titel "John Lennons letzte Jahre" gab es heute im Saal des Gemeindezentrums eine musikalische Lesung, mit
Achim Amme – Lesung
Volkwin Müller – Gitarre
Achim Amme (links) und Volkwin Müller

Achim Amme, Schauspieler und Buchautor aus Hamburg, brachte die bei Droemer erschienene John-Lennon-Biographie des britischen Journalisten Philip Norman mit und ließ sich bei der Lesung musikalisch von Volkwin Müller, dem Singer/Songwriter aus Detmold begleiten.

Achim Amme, der die Episoden aus Lennons Biographie nicht einfach nur las, sondern passend dazu immer auch Lennons persönliche Hintergründe erläuterte, zeigte sich als genauer und sensibler Beobachter der Lebensumstände des Sängers. Schließlich kann in zwei Stunden Programm nur ein kleiner Teil wiedergegeben werden – Amme schaffte es, in der knappen Zeit den Bogen von Lennons Umzug nach New York bis hin zu seinem tragischen Tod zu schlagen.

Sonntag, 21. Januar 2018

Das Teutsche Volkslied – Lieder aus 8 Jahrhunderten

Heute waren T & T Wollner zu Gast im Gemeindezentrum von St. Jakobi in Schönebeck. Im Programm hatten sie "Lieder aus Teutschen Landen" – Volkslieder aus 8 Jahrhunderten, von Walter von der Vogelweide bis ins 20. Jahrhundert. 
Tabea Wollner – Gesang, Flöte, Ukulele, Trommel, Mundharmonika
Tobias Wollner – Gesang, Klavier, Trommel

Beide Wollners kommen schlicht und überwiegend schwarz gekleidet auf die Bühne, er im Frack mit weinroten Ärmelaufschlägen und mit Zylinder auf dem Kopf, sie in einem mit Papierstreifen drapierten schwarzen Reifrock. Dem Publikum stellen sie sich als zwei in Volksliedern immer wieder vorkommende Figuren vor: er als Linde, sie als Brunnen.

Ihr Programm beginnen sie mit zweistimmigem Gesang, alte Lieder aus dem Mittelalter, begleitet von Flöte, Akkordeon und Schellentrommel. Unter der Linde singt die Nachtigall, tandaradei. Am Brunnen möcht' ich sitzen, tandaradei. Und das Röslein auf der Heide möcht nicht gebrochen sein. Von Beginn an ist deutlich: das Programm ist keine Folge von Volksliedern in der Form, wie man sie aus dem Schulbuch kennt. Die Wollners mischen in ihrem Programm ganz alte Lieder mit solchen aus der Romantik, sie variieren die Melodien, interpretieren die Lieder neu und hinterfragen in ihren Moderationen und Dialogen die Geschichte der Lieder. Da mischen sich – für das Publikum zum mitsingen auf Liedzettel gedruckt – Paul Gerhardts "nun ruhen alle Wälder" und Matthias Claudius' "der Mond ist aufgegangen" in einer einzigen Melodie.